11.10.2017

Flachdach

Der Dachdecker dichtet die Flachdachfläche unter berücksichtigung der Nutzungswünsche des Kunden ab.

Einem Flachdach eilte früher der Ruf voraus, anfällig und undicht zu sein. Neue Materialien und ausgeklügelte Konstruktionssysteme sorgen heute für eine hervrragende Qualität der

Flachdachabdichtung. Begehbare Dachgärten verwandeln das Dach in eine Wohlfühloase.

Als Flachdach bezeichnet man einen mehrschichtigen Dachaufbau, der nur ein sehr geringes Gefälle aufweist. Ein Mindestgefälle  von drei Grad in der Flachdach – Konstruktion soll verhindern, dass sich Regenwasser ansammeln und im Winter gefrieren kann, oder sich Algen und Pflanzen etablieren. Grundsätzlich besteht ein Flachdach aus einer Tragkonstruktion, der Wärmedämmung und der Dachhaut. Der weitere Aufbau unterscheidet sich dann hinsichtlich der Konstruktion – je nach gewünschter Ausführung.

Flachdachtypen

Der Dachdecker unterscheidet beim Flachdach zwischen Warmdach, Umkehrdach und Kaltdach.

Das Warmdach, auch einschaliges Dach genannt, besteht aus einer unbelüfteten Dachkonstruktion – die Dachhaut wird durch den Dachdecker direkt auf die Dämmschicht aufgebracht. Wird die Wärmedämmung auf dem Flachdach oberhalb der Dachhaut angeordnet, spricht der Dachdecker vom Umkehrdach. Das belüftete Flachdach – auch Kaltdach genannt, besteht aus einer oberen und unteren Schale. Dabei dichtet die obere Schale gegen Niederschlag ab, die untere Schale sorgt für die Wärmedämmung. Dazwischen liegt ein von außen belüfteter Dachraum.

Wichtige Punkte beim Flachdach: Abdichtung, Entlüftung und Entwässerung

Der Dachdecker sorgt dafür, daß das Flachdach funtionell entlüftet und entwässert wird.

Eine fachgerechte Abdichtung, Entlüftung und Entwässerung sind bei einem Flachdach noch wichtiger als bei allen anderen Dachtypen, da Regenwasser aufgrund der Konstruktion schlechter abläuft. Eingesperrte Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung führen oder gar die Wärmedämmung beeinträchtigen. Deshalb muss bei einem Flachdach die Abdichtung absolut fachmännisch erfolgen, eine entsprechende Entlüftung und mindestens zwei Entwässerungsstellen, werden von dem Dachdecker vorgesehen werden.

Flachdach: Vor- und Nachteile

Lassen Sie sich durch uns als Dachdecker beraten:

Flachdächer bieten ganz besondere Vorteile – etwa attraktive Belichtungsmöglichkeiten für die darunter liegenden Räume. Zudem kann ein Flachdach begehbar ausgeführt werden. Aus praktischer Sicht ist dann etwa der Schornstein wesentlich leichter erreichbar. Aus gestalterischer Sicht ergibt sich für den Bauherrn die Möglichkeit, sein Flachdach in Form einer Dachterrasse oder sogar einer grünen Oase zu gestalten – sofern seine Dachkonstruktion dafür geeignet ist. Nachteil: Flachdächer sind extremen Belastungen wie Hitze, Kälte, Schnee und Schmutz ausgesetzt. Eine regelmäßige Pflege und Wartung ist deshalb sehr wichtig.

Pflege und Wartung

Die richtige Wartung und Pflege garantieren dem Flachdach eine lange Lebensdauer. Die wichtigsten Wartungs- und Pflegearbeiten sind in den Flachdachrichtlinien und in DIN-Normen festgelegt und sollten Bestandteil jedes Wartungsvertrags sein. Dabei dokumentiert ein Pflichtenheft die regelmäßigen Kontrollen.

Flachdachbegrünung

Die grundsätzliche Möglichkeit einer Dachbegrünung bietet neben optischen Pluspunkten auch bautechnische Vorteile: Die Begrünung sorgt für den verbesserten Schutz vor extremen Temperaturen, zudem wird der Schall- und Wärmeschutz erhöht. Dafür muss allerdings der Schichtenaufbau des Daches entsprechend angepasst und regelmäßige Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Umstritten: Die Kiesschicht auf dem Flachdach

Grundsätzlich hat Rollkies die Aufgabe, die Dachhaut vor der schädigenden UV-Einstrahlung zu schützen – hat dabei jedoch entscheidende Nachteile. Durch das Gewicht der Kiesschicht muss die Unterkonstruktion entsprechend stabiler und damit teurer gestaltet werden. Außerdem muss der Kies bei einer Kontrolle auf dem Flachdach erst weggeräumt werden. Kiesschichten werden heute deshalb nur noch selten angelegt.