11.10.2017

Dachbodendämmung

Isolierung der obersten Geschossdecke mit funktionsentsprechender Dachbodendämmung durch den Dachdecker.

Dachbodendämmung: Ein paar Zentimeter Dämmstoff rechnen sich. Der nicht ausgebaute Dachboden ist ohne eine entsprechende Dachbodendämmung ein wahrer Energiefresser: Ohne die Einbringung einer Dachbodendämmung wird der ungenutzte Dachraum ständig mitgeheizt. Und auch das Wohnklima in den Räumen unter dem Dachboden lässt zu wünschen übrig – im Sommer wie im Winter. Durch die  Verlegung einer guten Dachbodendämmung für die oberste Geschossdecke schafft der Dachdecker schnell und günstig Abhilfe. Weiterer Pluspunkt: Die Dachbodendämmung ist eine der rentabelsten Sanierungsmaßnahmen.

Die Dachbodendämmung bietet sich statt einer Dachdämmung an, wenn das Dachgeschoss nicht ausgebaut werden soll.

Neben dem Wärmeschutz dient die Dämmung der obersten Geschossdecke auch dem Schall- und Brandschutz.

Dachbodendämmung: Ein paar Zentimeter Dämmstoff rechnen sich
10 bis 15 Liter Heizöl kostet jeder Quadratmeter oberste Geschossdecke ohne Dachbodendämmung im Jahr, das kann bis zu 20 Prozent aller Wärmeverluste ausmachen. Da liegt es auf der Hand, dass sich die Dachbodendämmung lohnt. Aufwand und Kosten sind überschaubar, das Ergebnis kann sich in der Heizkostenabrechnung sehen lassen.

Möglichkeiten der Dachbodendämmung
Die Dämmung der obersten Geschossdecke lässt sich als Aufdeckendämmung, Zwischendeckendämmung oder Unterdeckendämmung realisieren. Bei einer Unterdeckendämmung wird die oberste Geschossdecke vom Wohnraum aus gedämmt und die Dämmung unten an der Decke angebracht. Am häufigsten wird die Dachbodendämmung als Aufdeckendämmung realisiert, bei Holzbalkendecken oft auch als Zwischendeckendämmung. Auf Holzbalkendecken sollte vor der Dämmung eine Dampfbremsfolie verlegt werden. So wird verhindert, dass Wasserdampf aus den unteren Wohnräumen durch Deckenfugen in die Dachbodendämmung gelangt. Auch wichtig: In Holzbalkendecken im Altbau befinden sich oft zahlreiche ungedämmte Hohlräume. Diese sollten vor dem Auslegen von Dämmplatten möglichst lückenlos gedämmt werden, am einfachsten geht das mit einer Einblasdämmung. Ansonsten kann in den Hohlräumen zikulierende Luft die Wirkung der Dachbodendämmung beeinträchtigen.

Was viele Hausbesitzer nicht wissen: Eine große Schwachstelle bei der Dachbodendämmung ist die ungedämmte Bodentreppe. Solche alten Energiefresser sollten am besten gleichzeitig gegen eine wärmegedämmte Bodentreppe ausgetauscht werden. Egal wie die Dämmung der obersten Geschossdecke ausgeführt wird – bei der Dachbodendämmung müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) erfüllt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen sieht die EnEV 2014 sogar eine Nachrüstverpflichtung für die Dachbodendämmung bis Ende 2015 vor.

Der richtige Dämmstoff für die Dachbodendämmung
Aus so gut wie allen Dämmstoffen ist eine Dämmung oder ein Dämmsystem für die oberste Geschossdecke erhältlich. Für welchen Dämmstoff Hausbesitzer sich entscheiden, hängt davon ob, wie der Dachboden nach der Dachbodendämmung genutzt werden soll. Wird der Dachboden überhaupt nicht genutzt, geht es am schnellsten: Die Dachbodendämmung wird dann durch den Dachdecker mit Dämmplatten oder Dämmstoff-Filzen realisiert, wichtig ist eine lückenlose Verlegung. Ist eine Nutzung als Abstellraum geplant, muss die Dämmung begehbar sein. Der Dachdecker verlegt dann  druckfeste Dämmplatten oder spezielle Dämmelemente mit aufkaschierten Gehplatten.